Was bedeutet CFD? (beim Trading)

Das Akronym CFD bedeutet Contract for Difference, Differenzkontrakt. Es handelt sich um Aktien-Derivate (künstliche Aktien-Position), weil der Trader nicht den gesamten Basiswert wie im Aktienhandel erwirbt, sondern nur einen Bruchteil in Höhe des Margins (ca. 5 % des Basiswertes).

Was kosten CFDs?

CFDs werden zu den regulären Börsenpreisen der Referenzaktien gehandelt. Der Preis bestimmt sich durch die im Differenzkontrakt genannten Referenzaktien (CFD), multipliziert mit dem Preis der zugrundeliegenden Referenzaktie (Basiswert).

Außerbörslicher Handel

Der CFD-Handel erfolgt im außerbörslichen Umfeld an allen wichtigen Handelsplätzen der Welt, in sogenannten „Dark Pools“ oder „Over the Counter“ (Broker). CFDs im außerbörslichen Hande werden demzufolge nicht wie Wertpapiere an der Börse reguliert.

Short oder Long?

Mit der Long-Position erwirbt der Trader ein Derivat, mit der Short-Position verkauft er es wieder. Es handelt sich dabei um einen Leerverkauf.

So funktionieren CFDs: Was ist ein Leerverkauf?

Mit dem Leerverkauf veräußert ein Trader einen Vermögenswert, den er eigentlich nicht besitzt, weil er hofft, dass der Preis inzwischen sinkt und er das Finanzinstrument später in dieser niedrigeren Preisebene zurückkaufen kann. In diesem Idealfall war der Verkaufspreis höher, als der Rückkaufwert. Diese Differenz macht für den Trader den Gewinn aus.

Bei einer Short-Position setzen die Händler ab dem Zeitpunkt des Verkaufs bis zum Rückkauf des Assets auf fallende Kurse. Mit der Long-Position erzielt der Trader bei steigenden Kursen einen Gewinn, denn er kauft diesen Wert natürlich nur dann, wenn der Kurs anschließend steigt und das Derivat an Wert gewinnt. Nur mit dieser Wertsteigerung kann er dieses später wieder gewinnbringend verkaufen. Diese Differenz ist sein Gewinn.

Hebelwirkung bei CFDs

Der wichtigste Pluspunkt ist der eingesetzte Hebel, mit dem sich schon mit kleinem Kapitaleinsatz große Werte am Finanzmarkt bewegen lassen. Bereits geringe Kursänderungen können große Gewinne, aber auch Verluste generieren.

Ein weiterer Vorteil sind die niedrigen Kosten aufgrund der geringen Margenanforderungen. Im Verhältnis zu dem am Kapitalmarkt bewegten Volumen des Basiswertes sind die Margen sehr gering. Der Hebel ergibt sich aus der Differenz zwischen Margin und realen Kaufpreis.

CFD Broker

Seriöse Broker weisen stets darauf hin, dass CFDs hoch riskante Finanzderivate sind, die neben den guten Gewinnchancen auch den Totalverlust des eingesetzten Kapitals verursachen können, wenn die Kursentwicklung anders ausfällt als erwartet. Eine Plattform zum Handeln mit CFDs ist Plus500.

CFDs arbeiten nicht mit einem Verfallszeitpunkt (Laufzeiten), wie Binäre Optionen, sondern der Trader entscheidet selbst, wann ein günstiger Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf bei einer für ihn günstigen Kursentwicklung vorliegt.

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