Was ist unter einem „Hebel“ beim Trading zu verstehen?

Im Forex- und CFD-Handel fallen oft die Begriffe „Leverage“ oder „Hebel“. Der Hebeleffekt ist ein wichtiger Bestandteil des Devisenhandels. Er bildet das Verhältnis zwischen dem real gehandelten Wert einer Trading-Position und dem eingesetzten Kapital ab.

Online-Broker ermöglichen ihren Kunden, mit geliehenem Kapital zu traden. Kleininvestoren erhalten mit der Hebelwirkung Zugang zu Marktbedingungen, die ihnen ansonsten verwehrt bleiben.

Beispiel für Trading mit Hebelwirkung

Handelt ein Trader zum Beispiel mit einem Hebel von 1:100 (X100), legt der Broker zu dem investierten 1 Dollar 99 Dollar als virtuelle Leihgabe obendrauf. Der Hebel vermehrt das von den Investoren eingesetzte Kapital, ohne dass sie dieses aus eigenen Mitteln aufbringen und auf ein Handelskonto einzahlen müssen.

Mit dieser Hebelwirkung bewegt ein Trader mit einem Kapitaleinsatz von 100 € bereits 10.000 € auf dem Finanzmarkt. Gängige Hebel sind 1:100 und 1:400. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass mit den erhöhten Gewinnchancen parallel ein erhöhtes Verlustrisiko einhergeht.

Verlustrisiko bedenken

Trader sollten mit einer größeren Hebelwirkung einen geringeren Kapitaleinsatz bewegen, um eventuelle Verluste so gering wie möglich zu halten.

Was ist eine Margin?

Das Risiko besteht in der Hinsicht, dass insbesondere unerfahrene Trader sich dazu verleiten lassen, wesentlich mehr Geld einsetzen, als ihnen zur Verfügung steht und über die Margin abgedeckt ist. Diese müssen Anleger als Sicherheitsleistung hinterlegen, um ihre Handelsposition offenzuhalten.

Diese Sicherheitsleistung beläuft sich meistens auf ein bis vier Prozent des Kapitaleinsatzes. Ein Standardlot besteht aus 100.000 Einheiten einer Währung (1.000 bis 4.000 €), der kleinste Lot aus 10.000 Einheiten (100 bis 400 €).

Je kleiner der Lot, desto geringer die Sicherheitsleistung. Beim Standard-Lot EUR/US-Dollar macht jeder Pip (Meßgröße für die Kursbewegung) bereits 10 € Euro aus.

Trader müssen sich bewusst sein, dass schon geringe Kursbewegungen ausreichend sind, um ein überhebeltes oder unterkapitalisiertes Konto auszuheben, wenn der Hebel zu hoch positioniert ist und sich der Kurverlauf gegen den Trader bewegt. Der Vorteil der Hebelwirkung ist, dass auch Kleinanleger große Summen am Finanzmarkt bewegen können, das Verlustrisiko sich jedoch auf den Kapitaleinsatz beschränkt.

Stop-Loss Trading

Die Stop-Loss-Funktion greift als Verlustabsicherung ein und schließt die Position, sobald der Wechselkurs unter den abgedeckten Wert (Margin) fällt und stellt diese glatt.

Ohne diese Reißleine besteht im Verlustfall eine Nachschusspflicht bei Forex-Kontrakten, CFDs und Optionsscheinen ohne Deckung.

2 Kommentare zu “Was ist unter einem „Hebel“ beim Trading zu verstehen?