Trading lernen: Was sind Spreads und warum sind niedrige Spreads günstig?

Der Spread ist die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufskurs eines Währungspaares oder eines Assets. Ein Spread ist eine durch den Broker berechnete Gebühr für eine Handelsposition.

Short oder Long?

Der Broker stellt für jedes auf seiner Trading-Plattform gehandeltes Währungspaar zwei Kurse, den Geldkurs (Ankauf) und den Briefkurs (Verkauf). Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen berechnet der Broker als Gebühr. Wird eine Position verkauft, handelt es sich um eine Short-Position, wird sie gekauft, spricht man von einer Long-Position.

Der Geldkurs ist der höchste Kurs, den der Broker bereit ist zu bezahlen, der Briefkurs der niedrigste Kurs, zu dem er verkauft.

Profitabilität: Mehr positive Kursbewegung als Spread

Damit die gehandelten Positionen für den Trader profitabel oder zumindest nicht verlustbringend sind, muss eine ausreichende Kursbewegung vorliegen, um die an den Broker gezahlten Spreads wieder auszugleichen.

Wie hoch die Kosten für einen Spread ausfallen, hängt von dem getradeten Währungspaar und der Markvolatilität (Marktbewegung) ab. Variable Spreads sind häufig in aktiven (volatilen) Märkten zu finden.

Volatile Märkte

Die Kurse in einem volatilen Markt bewegen sich häufiger als in einem ruhigen, inaktiven Markt. Je ruhiger ein Markt ist, desto niedriger fallen in der Regel auch die Pips als Spreads aus.

In dieser ruhigen Marktsituation ist die Liquidität hoch, kommt jedoch viel Bewegung in diesen Markt, erhöht der Broker wahrscheinlich seinen Spread, um das Risiko des sich jetzt schnell bewegenden Marktes und die verringerte Liquidität auszugleichen.

Einige Broker berechnen zusätzlich eine Kommission für ihre Dienstleistung. Neben dieser Kommission erhöhen sich die Spreads in der Regel nur sehr geringfügig, manche Anbieter verzichten auch ganz darauf, da sie ihr Geld über die Kommission verdienen.

Dasselbe Prinzip gilt für Spreads im CFD-Handel.

Spreads im CFD-Handel

Die Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs eines Basiswertes wird auch hier als Spread bezeichnet. Der Trader erwirbt die CFDs zum höheren Briefkurs, während er die Investition zum niedrigeren Geldkurs wieder verkauft.

Die Einheit lautet Pip.

Steigt der Spread, braucht der Trader eine längere Zeit, bis er mit der gehandelten Position schließlich einen Gewinn realisieren kann. Bewegt sich der Kurs des CFDs in dem Moment von Kauf und Verkauf zu wenig oder gar nicht, ist der Markt wenig aktiv. In diesem Fall generiert der Trader nur einen geringen Profit oder sogar einen Verlust, der genau dem Spread entspricht.

Der Verlust entsteht, weil sich der Verkaufskurs nicht so gut entwickelt, wie er sich das erhofft hat. Die Differenz zum Ankaufskurs bleibt nur gering oder stellt sich im schlimmsten Fall auch gar nicht ein.

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